Motette – was ist das?

Die Motette ist eine der wichtigsten Gattungen mehrstimmiger Vokalmusik der abendländischen Musikgeschichte von ihren Anfängen im 13. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Sie ist damit wohl die älteste musikalische Kompositionsform. Die Bezeichnung Motette leitet sich vermutlich von der französischen Bezeichnung „mot“ (= Wort) ab.

In der Motette des 13. und 14. Jahrhunderts standen neben geistlichen auch weltliche Inhalte. Im Laufe der Zeit fand eine Verengung auf geistliche Texte statt.

Der um 1600 aufkommende „konzertierende“ Stil (Rezitativ, Arie, Generalbass) verdrängte die Motette weitgehend durch die Kantate. Die A-cappella-Motette ist aus dem kirchlichen Gebrauch aber niemals völlig verschwunden und erlebte im 19. und 20. Jahrhundert eine Belebung.

Bedeutende, vielen Chorsängern bekannte Motetten-Komponisten der verschiedenen Jahrhunderte sind u.a. Orlando di Lasso, Michael Praetorius, Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms und Hugo Distler.

Die Gründer unseres Chores bekannten sich im Jahr 1963 zur Interpretation wortgebundener Musik. Diese Zielsetzung drückt sich daher in unserem Namen aus: „Motettenchor“.